Wenn Systeme enger werden – und Frauen in Führung aufwachen

Warum Perfektionismus, Entscheidungsdruck und Daueroptimierung uns erschöpfen – und weshalb die Meno-Pause für viele Frauen zum Wendepunkt wird

Wir leben in einer Zeit permanenter Beschleunigung. Organisationen messen, vergleichen, bewerten. Kennzahlen werden zu Kompassen, Effizienz zur moralischen Kategorie. Menschen beginnen, sich selbst immer genauer zu kontrollieren – ihre Leistung, ihre Wirkung, ihre Belastbarkeit.

Was dabei häufig verloren geht, ist innere Beweglichkeit.

Viele Führungskräfte funktionieren hochprofessionell – und spüren gleichzeitig eine wachsende innere Enge. Kreativität nimmt ab. Entscheidungen werden defensiver. Beziehungen werden funktionaler. Der Körper meldet sich deutlicher. Schlaf, Zyklus, Konzentration, Stimmung geraten aus dem Takt.

Diese Entwicklung ist kein individuelles Versagen. Sie ist systemisch.

Die Psychologie der Verengung: Warum Optimierung erschöpft

Psychologische Forschung beschreibt seit Jahren, was passiert, wenn Menschen unter permanentem Entscheidungsdruck stehen.

Begriffe wie Decision Fatigue, Choice Overload und perfektionistische Kontrollstrategien verweisen darauf, dass zu viele Entscheidungen, ständige Bewertung und Angst vor Fehlern das Nervensystem in Daueraktivierung halten. Stresshormone steigen, der präfrontale Kortex – zuständig für flexible, kreative Problemlösung – arbeitet eingeschränkt.

Langfristig sinken Innovationsfähigkeit, Beziehungsqualität und Selbstwahrnehmung.

Gleichzeitig zeigen Studien aus der Positiven Psychologie: Menschen empfinden Entlastung, wenn sie nicht permanent optimal handeln müssen. Wenn sie sich erlauben, stimmige statt perfekte Entscheidungen zu treffen. Selbstmitgefühl, Akzeptanz von Unvollkommenheit und intuitive Prozesse erhöhen Resilienz und psychische Gesundheit.

Es ist ein Paradigmenwechsel:

weg von maximaler Kontrolle,

hin zu innerer Regulation.

Führung neu gedacht: Von Selbstoptimierung zu Selbstführung

In klassischen Leistungsmodellen wird Führung oft mit Durchhalten, Disziplin und strategischer Übersteuerung gleichgesetzt.

Doch in komplexen Systemen ist genau das zunehmend kontraproduktiv.

Moderne Organisationsforschung zeigt: psychologische Sicherheit, Vertrauen, emotionale Intelligenz und Selbstregulationsfähigkeit sind zentrale Prädiktoren für nachhaltige Performance.

Führung aus innerer Weite ist kein „Soft Skill“.

Sie ist eine betriebswirtschaftlich relevante Ressource.

MY SOURCE® beschreibt diese Qualität als Source-based Leadership:

eine Haltung, die aus Verbindung statt aus Verkrampfung entsteht – und Mensch, Raum und System bewusst in Wechselwirkung betrachtet.

Die Meno-Pause als Schwellenmoment

Gerade bei Frauen in Führung verdichten sich diese Fragen häufig in der Peri- und Menopause.

Medizinisch ist die Menopause der Zeitpunkt der letzten Menstruation.

Sprachlich bedeutet sie: Ende eines Zyklus.

Psychologisch erleben viele Frauen in dieser Phase genau das.

Ein Lebens- und Führungsmodell, das lange getragen hat – Wille, Leistungsfähigkeit, Durchhalten – verliert seine Selbstverständlichkeit. Stress wird schlechter kompensiert. Bedürfnisse melden sich lauter. Werte verschieben sich. Prioritäten werden neu sortiert.

Viele beschreiben es nicht als Krise.

Sondern als Aufwachen.

Ein inneres Signal: So wie bisher geht es nicht weiter.

Im MY SOURCE®-Verständnis ist das kein Defizit, sondern ein hochintelligenter Regulationsprozess des Systems.

Spurwechsel: Wenn eine neue Führung aus der Quelle entsteht

Aus genau diesen Beobachtungen ist Spurwechsel entstanden.

Ein zwölfwöchiger Begleitprozess für Frauen in Führung und im Wandel, die ihr bisheriges Funktionsmodell bewusst hinter sich lassen – und eine neue, stimmige Form von Wirksamkeit entwickeln wollen.

Nicht durch Rückzug.

Sondern durch Neuausrichtung.

Im Zentrum stehen:

  • Selbstregulation und Nervensystemkompetenz
  • Identitätsarbeit und innere Anteile (IFS)
  • Werte- und Entscheidungsarchitektur
  • Mensch–Raum–System
  • die Integration weiblicher Führungsqualitäten als systemischer Ausgleich

Spurwechsel ist kein Programm zur Selbstoptimierung.

Es ist ein Raum für bewusste Führung.

Die eigentliche Frage unserer Zeit

Vielleicht ist die entscheidende Frage nicht:

Wie machen wir Menschen noch effizienter?

Sondern:

Wie bleiben sie lebendig, während sie Verantwortung tragen?

MY SOURCE® arbeitet genau an dieser Schnittstelle.

Zwischen Leistung und Lebendigkeit.

Zwischen Struktur und Quelle.

Zwischen Systemdruck und innerer Autorität.

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