
Ein Perspektivwechsel für weibliche Führung, Gesundheit und innere Ausrichtung
Viele Frauen haben gelernt, sich wie eine Samenzelle zu verhalten.
Schnell sein. Sichtbar sein. Anklopfen. Sich beweisen. Türen öffnen. Chancen erzwingen.
Im Beruf. In Beziehungen. In Rollen. In Systemen.
Dieses Verhalten ist gesellschaftlich hoch belohnt.
Und biologisch betrachtet ein Missverständnis.
Denn die Natur erzählt eine andere Geschichte.
Die Eizelle ist kein passiver Raum
Lange galt die Samenzelle als aktiv und die Eizelle als empfangend – im Sinne von passiv.
Heute wissen wir: Das Gegenteil ist der Fall.
Die Eizelle ist ein hochintelligenter Selektionsraum.
Sie sendet Signale, prüft, unterscheidet und entscheidet, welche Samenzelle eintreten darf.
Nicht die schnellste gewinnt.
Nicht die lauteste.
Nicht die, die am meisten drängt.
Sondern die, die passt.
Dieses Prinzip ist kein romantisches Bild.
Es ist ein biologisches Ordnungsprinzip.
Was das für uns Frauen bedeutet
Viele von uns leben – oft unbewusst – im falschen Modus.
Nicht aus Schwäche, sondern aus Anpassung.
Wir funktionieren, liefern, erklären, rechtfertigen, optimieren.
Wir sind ständig „auf Sendung“.
Doch unser System ist nicht dafür gebaut, dauerhaft zu senden.
Es ist dafür gebaut, zu empfangen und auszuwählen.
Präsenz statt Penetration
Der Eizellen-Modus bedeutet:
• nicht reagieren, sondern wahrnehmen
• nicht drängen, sondern spüren
• nicht beweisen, sondern sein
Das erfordert Zeit. Raum. Langsamkeit.
Nicht als Luxus – sondern als Voraussetzung für gesunde Selbstführung.
Gerade in Übergangsphasen (Erschöpfung, Sinnfragen, Wechseljahre, Neuorientierung) zeigt sich das deutlich:
Wer weiter im Samenzellen-Modus lebt, brennt aus.
Wer in den Eizellen-Modus zurückfindet, reguliert sich.
Gesundheit beginnt mit Auswahl
Aus systemischer und neurobiologischer Sicht ist der Eizellen-Modus ein Zustand von:
• innerer Sicherheit
• parasympathischer Aktivierung
• klarer Wahrnehmung
Nur aus diesem Zustand heraus sind echte Entscheidungen möglich.
Alles andere ist Überleben, nicht Führung.
Viele Symptome, die Frauen heute erleben – Erschöpfung, Reizbarkeit, innere Leere – sind kein persönliches Versagen.
Sie sind ein Signal:
Du bist zu lange im falschen Modus unterwegs.
Führung neu gedacht
Übertragen auf Arbeit und Leadership heißt das:
Natürliche Führung entsteht nicht durch Lautstärke oder Dauerleistung.
Sie entsteht durch Klarheit des Raumes.
Menschen, Projekte und Möglichkeiten kommen zu dir.
Du musst sie nicht jagen.
Du entscheidest, was eintreten darf – und was nicht.
Das verändert alles:
• deine Positionierung
• deine Zusammenarbeit
• deine Energie
• deine Wirksamkeit
MY SOURCE® – Führung aus der Quelle
Der MY SOURCE® Ansatz folgt genau diesem Prinzip.
Nicht machen, sondern ausrichten.
Nicht pushen, sondern präsent sein.
Nicht mehr werden – sondern klarer.
Denn Klarheit wirkt magnetisch.
Oder anders gesagt:
Wir Frauen sind nicht hier, um überall Eingang zu finden.
Wir sind der Raum, der entscheidet, was eintreten darf.
Vielleicht ist das kein neuer Gedanke.
Aber es ist ein Gedanke, der gelebt werden will.
Und manchmal beginnt genau dort die größte Veränderung:
Mit einem Innehalten.
Mit Raum.
Mit der Erlaubnis, Eizelle zu sein.
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Wenn du diesen Perspektivwechsel vertiefen möchtest – für dich, deine Gesundheit oder deine Art zu führen – ist genau dort der Anfang: bei deiner inneren Quelle.