Trainiere deinen Atem. Trainiere deine Gefühle. Du wirst überrascht sein…

Trainiere deinen Atem. Trainiere deine Gefühle. Du wirst überrascht sein…

Kannst du dir Vorstellung mit Hilfe von Atemtraining deine Gefühle zu verändern?
Ja, du hast schon richtig verstanden. Der Atem beeinflusst unsere Gefühle. Und zwar direkt. Wie ich das meine?

 

Lass dich kurz entführen:

Stell dir vor, du kommst in diesen Tagen wie so oft erst spät nach Hause. Draußen ist es dunkel und kalt. Einfach unangenehm. Du bist müde und dich fröstelt es. Darum freust du dich, gleich mit einer schönen, heißen Tasse Tee, dich gemütlich in eine Decke auf dem Sofa einzurollen. Du suchst fahrig mit den kalten Fingern, den Schlüssel in deiner Tasche.

Du hast eigentlich gar keine Geduld, da du ganz dringend auf die Toilette musst. Aber irgendwie hat er sich schon wieder ganz nach unten gegraben. Da du spürst das kalte Metall zwischen deinen Fingern, du hast du ihn endlich. Hektisch steckst du den Schlüssel ins Schloß……und plötzlich, wie aus dem Nichts, spürst du eine Person hinter dir.

Er ist so nah, dass du seinen Atem im Nacken spüren kannst. Dein Atem stockt. Dir wird heiß und kalt gleichzeitig und ein Schauer läuft dir den Rücken hinunter. Dein Herz pocht wie verrückt und schlägt bis zum Hals. Du spürst seine Körperwärme. Dir steigt ein säuerlicher Geruch in die Nase – ein Gemisch aus Schweiß , Alkohol und Parfum. Sein Geruch. Du hörst seinen Atem ganz nah an deinen Ohr. Er kommt dir vor wie ein Dröhnen….

Hast du Herzrasen?

Stock dir der Atem?

Ist dein Mund ganz trocken?

 

Ich vermute schon.

 

Dein Atem ist mit deinen Gefühlen gekoppelt

Dafür sind deine Emotionen, deine Gefühle verantwortlich, die beim Lesen entstanden sind.
Und genau darauf will ich hinaus. Jetzt lehn dich erst noch mal entspannt zurück und lass mit der nächsten Ausatmung alle Anspannung wieder weichen. Schau dich mit einem Lächeln um und nehmen deine Umgebung wahr. Atme ein paar mal bewusst, sanft und genussvoll ein und aus.

Mit der kleinen Geschichte, wollte dich am eigenen Leib spüren lassen, wie stark und inwiefern unser Atem mit unseren Emotionen zusammen hängen. Oder anders ausgedrückt: Unsere Gefühle steuern direkt unsere Atmung. Das kann man willentlich gar nicht beeinflussen. Du bekommst automatisch Herzklopfen, wenn du Angst hast. Ob du willst oder nicht. Das Selbe ist mit dem Atemfluss. Man hält bei Angst die Luft an. Das ist ein Urinstinkt. Nach dem Motto, wer sich bewegt, verliert. Alles konzentriert sich auf die richtige Reaktion.

 

Atemtraining  - AIR LOVER
Wie kann ich diesen Effekt für mich positiv nutzen?

Anders herum sieht die Sache aber schon wieder viel besser aus. Daraus können wir uns einen riesen Vorteil ziehen. Denn wir können mit unserer Atmung unsere Gefühle positiv beeinflussen. Wenn ich beispielsweise gestresst bin, kann ich mich mit einer gleichmäßigen und bewussten Atmung wieder beruhigen. Mit einer einer „vollen Atmung“, also langsam über die Nase ein und vollständig aus dem Mund aus, versorgst du dich mit mehr gesättigtem Sauerstoff und wirst gleichzeitig von Abfallprodukten, wie Kohlendioxid befreit. Dem Blut verbleibt mehr Zeit, in alle Zellen zu gelangen und zu wirken. Das bewirkt eine bessere Durchblutung der Bauchorgane und erleichtert auch deinem Herzen die Arbeit.

 

Mit der Atmung dein Wohlbefinden beeinflussen

Du kannst dich also, mit der richtigen Atemtechnik, dem richtigen Atemtraining sowohl aktivieren und mobilisieren, also auch beruhigen und entspannen. Durch verschiedene Techniken werden verschiedene Areale im Gehirn aktiviert. Diese sind wiederum für verschiedene Stimmungen zuständig. Und das kann man trainieren. Wichtig ist allerdings, dass man die richtigen Techniken anwendet und eine sehr gute Eigenwahrnehmung hat, um die verschiedenen Auswirkungen auch wirklich zu spüren. Mit Hilfe einer guten Anleitung und ein bisschen Übung, ist das aber ganz einfach.
Womit man aber nichts falsch machen kann und grundsätzlich immer richtig liegt, sind ausgleichende Übungen.

Atmung ist ein Ausdruck Empfindens

Seufzen zeigt Zufriedenheit. Stoßartiges Ausatmen zeigt Stress. Kennst du das Gefühl, wenn du dich so richtig wohlfühlst und tief einatmest und mit einem zufriedenen Seufzer wieder ausatmest. Genau, diese Emotionen können durch regelmäßiges Atem- gekoppelt mit Mentaltraining hergestellt werden. Im Grunde gibt es zwei Herangehensweisen: Entweder man steuert über bestimmte Atemtechniken bestimmt Hirnareale an, die aktiviert werden und somit bestimmt Emotionen auslösen. Oder man ruft eine gewisse Emotion hervor und verstärkt diese durch die Atmung.

Atem und Gefühle hängen eng zusammen. Lerne diesen positiven Effekt für deine Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen.
Mit der Atmung spielen

Das kannst du dir in etwa so vorstellen: Du versetzt dich in einen entspannten Zustand. Dann stellst du dir ein tolles Erlebnis aus der Vergangenheit vor, lässt dich gefühlsmäßig komplett hineinfallen und atmest dabei ganz entspannt ein und aus. Dann holst du dir das Bild, was dich beispielsweise aufwühlt oder lähmt vor dein geistiges Auge. Atmest dabei aber ruhig und gleichmäßig weiter. Bleib bei diesem entspannten Atemmuster und spüre, wie sich nach und nach deine emotionale Situation dadurch verändert. Natürlich ist das nicht mit einmal getan. Du solltest diese Übung schon mehrmals wiederholen um eine Wirkung zu erzielen. Wenn dir solche Übungen jedoch zu herausfordernd erscheinen, solltest du sie alleine auch nicht praktizieren. Ich möchte dir lediglich ein Beispiel aufzeigen, wie du deine EIN-STELLUNG zu einer bestimmten Situation ändern kannst. Mit Hilfe deiner Atmung kannst du neue Gefühle damit verbinden und dich somit NEU EINSTELLEN.

 

Ausgleich schaffen – durch Atemtraining

Und nun gebe ich dir eine Atemübung an die Hand, die einfach immer gut tut. Denn Sie hat eine ausgleichende Wirkung. Du kannst Sie machen, wenn du nervös und unruhig bist. Du kannst sie genauso anwenden, wenn du müde bist. Sie wirkt auch aktivierend.Du kannst Sie nutzen, um runter zu kommen, wenn du gestresst bist. Oder auch wenn du nicht einschlafen kannst. Und: Sie hilft auch bei schlechter Laune, PMS, dem prämenstrualen Syndrom (also der Stimmungsabfall vor deinen Tagen) oder auch anderen Gemütslagen, die dich aus dem Gleichgewicht bringen. Es ist echt die ultimative SOS-Übung! Viel Spaß beim Ausprobieren.

Hier ein kleines Atemtraining – Ausgleichsatmung

Setz dich gerade hin. Am besten auf einen Stuhl. Erde die Füße. Spüre dabei beide Fußsohlen vollständig auf dem Boden aufliegen. Die Hände liegen mit den Handflächen nach oben zeigend, auf den Oberschenkeln auf. Die Schultern sind entspannt und rollen nach hinten unten Richtung Boden. Schließ die Augen. Atme über die Nase ein und über den Mund aus. Spüre deinem Atem, dem Weg deines Atems nach.

Nun stell dir vor, du atmest über die linke Handinnenfläche ein, bis zu deiner Kopfkrone und dann über die rechte Handinnenfläche wieder aus. Nun atmest du über die rechte Hand ein und die linke aus. Setzte diesen Rhythmus fort und atme immer abwechselnd links ein, rechts aus und dann rechts ein und links aus.

Bleib mit Aufmerksamkeit ganz bei deiner Atmung. Mache die Übung so lange, wie es sich gut anfühlt und beende sie dann auf der linken Seite. Atme ganz natürlich weiter und spüre der nach. Öffne langsam wieder die Augen.
Und?

Wie fühlst du dich? Was hat diese Übung bei dir bewirkt? In welcher Situation warst du vorher und wie fühlst du dich jetzt? Mach dir Notizen. Und natürlich freue ich mich riesig, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst. Ich freu mich über jeden Kommentar dazu!

Fang mit kleinen Veränderungen an  & be an AIR LOVER!

Alles Liebe
Yvonne

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